Schlagmann Poroton - TURNHALLE IN SCHÖNTHAL

Turnhalle in Schönthal

Aus den 1960er-Jahren stammt die Turnhalle der Grundschule in der oberpfälzischen Gemeinde Schönthal im Kreis Cham. Dort steht sie zentral, unweit von Schule, Feuerwehr-Gerätehaus und Rathaus. Eine Turnhalle, wie man sie bestens kennt, den Geruch und auch die Geräusche auf dem Hallenboden. Eine Turnhalle, deren baulicher Verfall aber nicht länger hinzunehmen war: Weniger als eine Generalsanierung darf es nicht sein, daran bestand kein Zweifel. Ein Neubau schied wiederum aus Kostengründen aus.

Abschied von den Glasbausteinen

Und weil es speziell um die energetische Ertüchtigung ging, war klar, dass eine Besonderheit der Halle nicht mehr beibehalten werden kann: Die nördliche Längswand, die bisher komplett aus Glasbausteinen gemauert war, musste mit besser dämmenden Materialien ganz neu aufgebaut werden. Die Bauarbeiten zu planen und umzusetzen, während auf demselben Areal in der Grund- und Montessorischule unterrichtet wurde, in einem direkt angrenzenden Gebäude, war eine Herausforderung – aber auch das gelang.

Als es um die Wahl des richtigen Dämmkonzepts ging, fiel die Entscheidung für die perlitgedämmte Poroton-Wärmedämmfassade in einer Stärke von zwölf Zentimetern – und zwar als Innendämmung eingesetzt. Dies hatte überzeugt: weil sie den künftigen Nutzern mit ihrer Ballwurfsicherheit entgegenkam und bauphysikalisch mit Diffusionsoffenheit und einem systemgerechten Aufbau zur Bestandswand punktete. Die ehemals gläserne Nordwand ist neuerdings eine klassische Mauer mit acht Fenstern, von innen ebenso Ziegel wie die übrigen, gedämmten Wände, von außen besteht sie aus Stahlbetonteilen.

Eine Turnhalle mit Effizienz­haus-70-Standard

Die Halle entspricht nun dem KfW-Effizienzhaus-70-Standard. Der U-Wert der Außenhaut konnte von 4,19 W/m²K auf 0,3 W/m²K gesenkt werden.

Das Gebäude samt Geräteraum, Lehrer­umkleide und Konditionsraum hat eine Gesamtfläche von knapp 400 Quadratmetern. Die Nutzfläche betrug vor der Sanierung etwa 300 Quadratmeter, nach der Sanierung etwas weniger, nämlich 295. In den Sommerferien 2016 starteten die Arbeiten, im Frühjahr 2017 war alles fertig. Die Halle war rundum saniert, ertüchtigt und in einigen Details an heutige Anforderungen angepasst worden: Sie hat nun einen neuen Eingang und neue Sanitärräume, bei alldem wurde auf Barrierefreiheit geachtet.
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