Schlagmann Poroton - KINDERGARTEN IN MÜNCHEN-ALLACH

Kindergarten in München-Allach

Ziemlich in die Jahre gekommen war ein städtischer Kindergarten in München-Allach: In den Jahren 1937 bis 1939 war der Bau in der Franz-Nißl-Straße entstanden. 25 Kindergartenplätze für Kinder ab drei Jahren und 25 Hortplätze für Grundschulkinder sind heute in dem Haus für Kinder. Eine energetische Sanierung war dringend nötig. Neue Regelungen zum Brandschutz brachten im Juli 2013 dann früher als erwartet das grüne Licht der Regierung von Oberbayern zum Sanieren des Gebäudes.

Neue Brandschutzvorschriften setzten den Startschuss

Energetische Schwachpunkte gab es etliche, beispielsweise die Decke über der angeschlossenen Turnhalle: Vor der Sanierung war das eine Holzbalken­decke mit einfacher Holzschalung ohne Dämmung, an vielen Stellen undicht, der Dachraum somit kalt. Auch die Außenwände von Hauptbau und Turnhalle mussten dringend verbessert werden: Sie bestanden aus ungedämmtem Vollziegel. Eine Herausforderung für die Planer war es, all das so anzugehen, dass der Betrieb im Kindergarten mit Hort parallel weiterlaufen konnte. Sie entschieden sich für eine Dämmungsform, bei der Algen, Schimmel und Biozide keine Rolle spielen sollten und die zugleich robust ist gegen Tiere oder auch spielende Kinder und umfallende Fahrräder: für die gebrannten, innen mit Perlit gedämmten Ziegel der Poroton-Wärmedämmfassade. Die massive Lösung wurde von vorneherein als die nachhaltigere eingestuft. Die 18 Zentimeter starke WDF wurde auf einer Fläche von 460 Quadratmetern vor die bestehende Fassade gemauert. Aufgelagert wurde auf Konsolen. Baubeginn war im August 2013, im Juni 2014 war alles fertig.

Neue Fenster, eine gedämmte Decke und ein neu erschlossenes Dachgeschoss

Während der Bauarbeiten tauschte man die alten Fenster gegen neue Holz-Alu-Fenster. Der Dachansatz und die Anschlüsse zum Dach mussten um einige Zentimeter erhöht werden. Um Wärmebrücken zu vermeiden, wurden alle auskragenden Betonteile wie die Balkone entfernt. Im Zuge der Sanierung wurde außerdem das Dachgeschoss über dem Hort ausgebaut. Hinzu kam auch eine Dämmung der Decke über dem ersten Obergeschoss, das nicht genutzte Dachgeschoss ist neuerdings begehbar. Die Bilanz der energetischen Sanierung kann sich sehen lassen: Der Primärenergiebedarf konnte um 60 Prozent gesenkt werden. Das bedeutet konkret, dass jedes Jahr 52 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen werden. Damit die Kinder in der Franz-Nißl-Straße gut und sicher spielen, ergänzten die Planer den Bau um ein Lüftungskonzept und einen modernen Sonnenschutz.

Bilder: Bilder: Jens Weber Photography, München
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